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Magic Island Ibiza

Ibiza ist für mich ein kleines Stück Heimat. Jedesmal wenn ich den Flughafen verlasse und meine ersten Schritte auf die Insel setze, fühlt es sich so vertraut an. Es ist wie nach Hause kommen.

 

Dies ist nicht verwunderlich..schließlich war ich bereits 1980 das erste Mal als Baby auf der Insel.Viele weitere Aufenthalte mit der Familie folgten.

 

Mein geliebter und inzwischen leider verstorbener Onkel Volker kaufte damals ein Grundstück in Can Furnet und baute ein tolles Haus mit unvergleichbarem Blick auf ganz Ibiza Stadt und das Meer. Jedesmal wieder berührt und verzaubert mich dieser Ausblick erneut.

 

Wir haben so viele schöne gemeinsame Abende in sämtlichen Kombinationen bis spät in die Nacht gemeinsam auf der Terrasse verbracht und so verbinde ich zahlreiche wertvolle Erinnerungen mit der Insel und dem Haus. Ibiza ist für mich zu einem wertvollen Rückzugsort geworden, hat diese wundervolle Insel doch so viel mehr zu bieten, als nur Partys,Yachten und reiche Leute auf Drogen. Sicher hat sich dieser Ort, genauso wie die meisten anderen, in den letzten 40 Jahren verändert, dennoch bleibt er für mich ein kleines Hippie Paradies mit viel Individualität, Toleranz und Freiheit für jeden Einzelnen. Leben und Leben lassen ist hier das Motto an einem Ort, an dem so viele unterschiedliche Menschen zusammenkommen.

 

Die vielen Buchten mit kristallklarem türkisem Wasser im Kontrast zu rauen Felsformationen laden zum Träumen ein. Die Zeit auf der Insel empfinde ich regelmäßig als zu kurz und am liebsten würde ich jedesmal für immer bleiben. Ich könnte mir gut vorstellen hier zu Leben, wären die internationalen Schulen nicht so verdammt teuer und die Infrastruktur vielleicht nicht unbedingt geeignet für Teenagerkinder, wie ich Sie inzwischen haben. Aber vielleicht bleibe ich zu einem späteren Zeitpunkt in meinem Leben mal länger hier. Schließlich träume ich schon lange von einer eigenen Finca mit Hunden und Katzen, viel Sonne und im Idealfall mit Blick aufs Meer. Diese Insel hat für mich einfach ALLES was ich zum Glücklich sein brauche<3

Unsere letzte gemeinsame Reise vor der Weltreise ging im Mai 2018 nach Ibiza und auch nach der Weltreise ging es für mich im Oktober 2019 wieder nach Ibiza. Nun schreiben wir Oktober 2020 und die Kids und ich sind wieder hier. Vieles hat sich seitdem verändert. Heute befinden wir uns im Risikogebiet. Die Corona Pandemie ist weltweit allgegenwärtig.Reisen gestaltet sich schwieriger denn je. Maskenpflicht besteht fast überall und die Insel ist so leer wie ich sie wohl noch nie erlebt habe. Nach unserer Rückkehr müssen wir direkt in häusliche Quarantäne. Monatelanges Homeschooling liegt bereits hinter uns. Crazy times...Aber es gibt wie immer zwei Betrachtungsweisen. Ich habe mich dafür entschieden mich auf die positives Dinge zu fokussieren. Durch Corona hat eine zwangsläufige Entschleunigung stattgefunden. Es entsteht automatisch mehr Raum und Zeit sich mit sich selbst zu beschäftigen. Die Gesundheit, die Gemeinschaft und die Verbundenheit rücken wieder mehr in den Fokus. Die Natur hat Zeit sich zu erholen. Zeit zu Reflektieren, Dinge in Frage zu stellen und neue Lebensentwürfe zu entwickeln. Die Chance aus einer Krise etwas Gutes zu machen, umzudenken, anders zu denken, sich gegenseitig zu unterstützen und füreinander da zu sein.

Dennoch fehlt die Freiheit. Auf der einen Seite versuche ich mich anzupassen und verantwortungsbewusst und respektvoll mit der neuen Situation umzugehen und Rücksicht auf Andere zu nehmen. Andererseits möchte ich mich von Angst und Panikmache der Medien nicht zu sehr belasten oder gar lähmen lassen. Ich habe lange mit mir gerungen, ob wir unsere Reise nach Ibiza, welche wir schon vor Corona gebucht hatten, trotz Risiken aufrecht zu erhalten. Letzten Endes bin ich froh über meine Entscheidung trotz allem hier zu sein und die letzten Sonnenstrahlen und Energie für den langen dunklen Winter in Deutschland zu sammeln. Wer weiss was noch kommt und wann wir das nächste Mal wieder am Meer sein werden???In diesem Sinne genieße ich jeden einzelnen Sonnenstrahl und sauge jeden Moment in mich auf. Ich bin unglaublich dankbar für diese gemeinsame Zeit hier mit meinen Kids auf Ibiza. Es ist so schön mal wieder zu dritt unterwegs zu sein, in einem Bett zu schlafen und erinnert mich ein bisschen  an die Weltreise<3

Es Vedra

Über die kleine und unbewohnte Insel Es Vedra , die sich ca 2km vor der Westküste Ibizas befindet, gibt es zahlreiche Legenden und Mythen. Viele Menschen kommen hier her um sich den Sonnenuntergang anzusehen und sich etwas zu wünschen.

 

Es heisst der Felsen sei der drittstärkste Magnetpunkt der Erde (neben dem Nordpol und dem Bermuda-Dreieck), andere Mythen besagen, dass Es Vedra die Spitze der versunkenen Stadt Atlantis sei oder das Steine der Vedra verwendet wurden, um die Pyramiden Ägyptens zu erbauen, weil der Kalksteinen der Lage sei hohe Konzentration von Energien zu speichern. Navigationsgeräte würden in der nähe von Es Vedra nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren und und und...

 

Fakt ist das dieser Ort definitiv eine magische und beeindruckende Ausstrahlung hat, egal vor welchem Hintergrund und zahlreiche wunderschöne Aussichtspunkte bereithält.Ich selbst war viele Jahre nicht mehr dort, wollte diesen Ort aber unbedingt den Kindern mal zeigen und so haben auch wir uns dieses Jahr dort den Sonnenuntergang angeschaut und uns von dessen Anblick verzaubern lassen. Durch Corona war es auch ziemlich leer, wie fast überall auf der Insel und hatte ein wenig das Gefühl von dem ursprünglichen Ibiza, wie wir es von vor vielen Jahren kennen. Dieser Ort strahlt eine besondere Ruhe und Kraft aus, weshalb er auch sehr gerne für Meditationen und spirituelle Rituale genutzt wird. In der kleinen Bucht Cala d´Hort hat man ebenfalls eine tolle Sicht auf die Es Vedra und die Kinder haben beim Schnorcheln einige Fische und später sogar einen Octopus entdeckt. Zudem haben wir im Lokal am Strand einen super leckeren Fisch genossen, bevor wir uns auf zum Sonnenuntergang gemacht haben. Dabei sind diese schönen Bilder entstanden...

Formentera

Mit Formentera ging es mir ähnlich wie mit der Vedra...ich war jahrelang nicht mehr dort gewesen und wollte eigentlich schon im Juli dorthin.Wir haben uns dann dagegen entschieden, da es im Juli nicht nur super heiss sondern auch brechend voll war.

 

Im Oktober habe ich dann mit den Kindern und einer Freundin die Chance genutzt. Wir sind mit der Fähre morgens aufgebrochen und haben bis zum Sonnenuntergang einen wundervollen Tag auf dieser wunderschönen und fast menschenleeren Insel verbracht, die mich irgendwie total an Mexico und die Karibik erinnert hat. Feinster weisser Sand und türkises Wasser (wenn auch arschkalt) und wahnsinnig schöne Natur. Zudem hatten wir uns ein tolles altes Auto gemietet, welches vor vielen Jahren typisch für diese Inseln war.

 

All dies in Kombination und auch die schöne Gesellschaft von Nadja haben diesen Tag für uns rundum perfekt gemacht und waren für mich definitiv das Highlight dieses Ibizaurlaubes. Das Auto gab uns die Flexibilität uns frei auf der Insel zu bewegen und so viel wie möglich zu sehen und zu entdecken. So fuhren wir ganz hoch in den Süden zm Leuchtturm und machten immer wieder kleine Zwischenstopps unter anderem auch in der kleinen Stadt, wo wir ein wenig durch die Gassen bummelten und ich, obwohl viele Läden und Restaurants leider schon geschlossen hatten, eine tolle Leopardenstrickjacke fand, welche ich mir schon immer gewünscht und gesucht hatte. Ein rundum perfekter Tag, an dem wir alle glücklich und zufrieden bei untergehender Sonne wieder zurück nach Ibiza schipperten. 

Besuch beim Cave Man

Den Caveman hatte ich schon im Juligemeinsam mit Nadja, meiner Cousine und meiner kleinen Nichte besucht.

Alex lebt hier inzwischen schon seid 7 Jahren in einer Höhle und zaubert in seiner Outdoorküche die leckersten Gerichte, die man sich so vorstellen kann. Außerdem lädt der Secret Spot zum Schnorcheln ein und auch der Sonnenuntergang lässt sich hier sehr schön erleben.

 

Also entschloss ich auch im Oktober nochmals mit den Kindern zum Schnorcheln zu kommen und noch etwas von den tollen Salzen, welche Alex bei seiner Höhle verkauft als Mitbringsel zu erwerben.

 

Welch ein Zufall, dass wir direkt bei Ankunft zufällig und noch auf dem Parkplatz Nadja trafen, die uns diesen Ort im Juli das erste Mal gezeigt und Alex vorgestellt hatte.

Also machten wir uns gemeinsam auf den etwas abenteuerlichen Weg entlang der Klippen auf schmalen steinigen Wegen bis wir die Höhle erreicht hatten. Wir schnorchelten trotz kalter Wassertemperatur eine ganze Weile und freuten uns dass Alex bereit war uns und den Kindern eine Pizza zu machen. Die Kinder waren ganz begeistert von der Pizza welche er in einer Pfanne auf offenem Feuer für uns zubereitet hatte und so baten wir ihn um eine weitere Pizza.

Langsam ging die Sonne unter und Nadja und andere wenige Leute, die sich noch in der Gegend aufgehalten verabschiedeten sich nach und nach...

 

Alex, der inzwischen offensichtlich zu tief ins Glas geschaut hatte brauchte gefühlt eine Ewigkeit für die zweite Pizza und verlor sich leider stattdessen in Diskussionen zu unterschiedlichen Weltanschauungen mit anderen neugierigen aber peacevollen Leuten. Ich wurde langsam unruhig, da es zunehmend dunkler wurde und ich wusste das der Rückweg im dunklen auch nicht ganz ohne war an den Klippen entlang. Die Kinder hielten an der Pizza fest, welche immer noch nicht fertig war und auch nie fertig werden würde. Zuletzt waren nur noch wir drei und ein russisches Mädchen namens Inna, Anfang 20, vor Ort. Ihre Freunde hatten Sie dort zurückgelassen, während diese versuchten ein Problem mit dem Mietwagen zu lösen. Sie hatten den Autoschlüssel im Auto eingeschlossen und wollten versuchen die Scheibe aufzubrechen oder Hilfe zu organisieren und wollten sie später wieder dort abholen. Schwierig , da wir später herausfinden sollten, das man in dieser Region kein Netz hat und somit völlig abgeschnitten von der Außenwelt ist. Zu diesem Zeitpunkt war es noch freundlich und hell gewesen und einige Leute um uns herum gewesen, wie zum Beispiel eine Yogaclass und und einige free diver. Später wurde es stockdunkel und nur noch wir vier waren mit einem betrunkenen Alex konfrontiert der laut mit einer Stirnlampe in zunehmend aggressive Stimmung kam und Streit mit Inna suchte. Das war der Punkt an dem ich beschloß, dass es jetzt allerhöchste Zeit sei aufzubrechen, auch ohne Pizza und Salz.Eigentlich wollte ich auch schon viel früher los, wollte aber vor allem das junge Mädchen nicht alleine dort zurücklassen...So machten wir uns gemeinsam im stockdunklen auf den Rückweg und auf die Suche nach Innas Freunden und unserem Auto, beinahe hätten wir uns noch verlaufen und es war wirklich alles irgendwie scary, der uns wütend hinterher schreiende Alex, die Dunkelheit, kein Netz und ich ganz hinten hatte wirklich einen richtigen Adrenalinschub...Von weitem sahen wir nur noch Alex Feuer in der Dunkelheit. Ich war wahnsinnig erleichtert als wir unser Auto irgendwo im Nirgendwo erreichtem. I

 

Innas Freunde fanden wir nicht und konnten diese auch nicht erreichen, da wir noch immer kein netz hatten. Zudem war ihr Handy leer, sadaß sie außerdem auch nicht auf Ihre Kontakte zugreifen konnte. Die Straßen hatten tiefe Löcher und ich musste mit meinem kleinen VW Polo Mietwagen schwer aufpassen nicht in ein solchen Loch zu geraten. Ich überredet Inna erstmal mit uns zu kommen in Richtung Civilisation und gab ihr meine Powerbank, die ich glücklicherweise dabei hatte und bot ihr an Sie nach Hause oder einen sicheren Ort zu bringen, von welchem aus sie versuchen sollte ihre Freunde zu erreichen. Inna machte sich wahnsinnige Sorgen um ihre Jungs, da diese wie wir ja wussten auch keinen Empfang hatten und sich auf jeden fall auf die Suche nach ihr machen würden, nicht nur beim Cave man, sondern wahrscheinlich in dem ganzen dunklen und gefährlichem Umfeld nahe der Klippen.Dennoch war sie uns wahnsinnig dankbar , als wir Sie nach Hause brachten und wie sich später herausstellte, erreichte sie dann auch Ihre Freunde und wir Alle sind mit einem blauen Auge davon gekommen. Wieder einmal stelle ich fest, das es vernünftiger ist sich bei Einbruch der Dunkelheit lieber direkt auf den Heimweg zu machen, wenn man sich an einsamen oder gefährlicheren Orten befindet. Ich denke da an unsere Erfahrung auf unserem Roadtrip durch Namibia und unsere Endstation "Sally Guesthouse", die wahrscheinlich gefährlichste  und angstbehaftetste Geschichte unserer Weltreise...

https://www.my-world4you.com/2018/08/13/roadtrip-namibia/

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