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Roadtrip durch Mexico

Ich glaube alle die mich kennen und oder uns und unsere Reise schon länger verfolgen wissen inzwischen das wir Roadtrips lieben. es ist eine andere Art des Reisen, die wir das erste Mal bereits in Afrika kennen und lieben gelernt haben. Auch Australien und Hawaii haben wir zum größten Teil mit einem Camper und  einem Van erkundet.

 

Es ist toll so flexibel zu sein und überall hin und wegfahren zu können ohne groß zu planen, so wie es einem gefällt.

Zudem hat man immer alles dabei was man braucht.

In Mexiko hat das Ausleihen eines Automatikautos außerdem tatsächlich nur 12 oder 13 Euro am Tag gekostet.Dafür sollte es in Tulum 30Eur pro Tag kosten einen Roller zu mieten, weshalb ich mich dann doch eher für ein Fahrrad entschieden habe. Leider sind die guten Zeiten aus Asien nun vorbei in denen wir zu dritt mit dem Roller alles erkunden konnten. Wir haben das geliebt und vermissen es nach wie vor sehr, aber zu dritt Roller fahren geht leider nirgendwo anders als in Asien. Wie gut das wir es dort so gut ausgenutzt haben und eigentlich nur mit dem Roller unterwegs waren.

 

Gesagt getan holten wir also unser Auto in Cancun am Flughafen ab und wollten damit ursprünglich irgendwie runter nach Belize. Dort wurde uns mitgeteilt das wir die Grenze zu Belize mit dem Mietwagen leider nicht überqueren durften. In meiner kinderfreien Zeit in Tulum hatte ich aber auch noch viele gute Tipps von anderen Reisenden erhalten und so machten wir uns als erstes auf den Weg nach Playa del Carmen...

Playa del Carmen

In Playa del Carmen blieben wir nur zwei Nächte .Ein netter aber mega touristischer Ort, welchen wir nur als Zwischenstopp zu dem für uns eigentlichen Highlight dem Xcaret Park nutzten.

 

Dieser Wasser- und Tierpark ist für die Kinder so etwas wie das Disneyland von Mexiko und auch die Erwachsenen kommen voll auf Ihre Kosten. Neben zahlreichen Tierattraktionen, überwiegend Vertreter der Wasserwelt, gibt es in der wahnsinnig schönen und riesigen Anlage auch viele Wasseraktivitäten wie Schnorcheln, Cenoten, mit Manta Rochen kuscheln und mit Delphinen schwimmen etc.etc.ect. und viele verschiede Themenparks bestehend aus alten Mayaruinen, wunderschönen Cenoten, welche man mit Booten durchqueren kann und Stränden, sowie zahlreichen Restaurants mit super gutem Essen.

 

Zu bestimmten Zeiten finden außerdem spezielle Shows auf höchstem Niveau statt, eine Pferdeshow, Trommler und eine zweistündige Wahnsinns - Abendshow mit viel Tanz, Gesang und mexikanischer Geschichte und Kultur, schon allein für diese Show hat sich der stolze Eintrittspreis von ich glaube round about 100Eur pro Person gelohnt. Wir haben tatsächlich 10 Stunden dem Park verbracht und jede Minute genossen.Mir persönlich hat es fast noch besser gefallen als Disneyland und Universalstudios zusammen und auch die Kids waren mehr als begeistert. 

 

Einzig die Tierhaltung, insbesondere die der Delphine und die damit verbundenen Touristenaktivitäten haben uns traurig gestimmt und kämen für uns nicht in Frage. Lieber beobachten wir die Tiere in freier Wildbahn, wo sie den Platz haben den sie brauchen und verdienen. Nichtsdestotrotz war Xcaret ein ganz besonderes und unvergessliches Erlebnis unseres gesamten Mexico Trips und wird uns somit immer in bester Erinnerung bleiben. ein Besuch lohnt sich aus unserer Sicht definitiv!

Bacalar

Bacalar wurde 2006 zu einer der zauberhaftesten Städte an der Rivera Maya ausgezeichnet und befindet sich nahe der Grenze zu Belize. Bekannt ist der Ort vor allem für seine traumhaften Süßwasserlagunen und Cenoten.

 

Die Laguna los Piratas ist durch 7 eng beieinander liegenden Cenoten entstanden. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt Bacalar von Piraten überfallen, welche über einen Kanal, der heute als Piratenkanal bekannt ist, in die Lagune eingedrungen sind. Daher der Name. 

 

Von der alten Festung San Felipe, die 1733 erbaut wurde, hat man einen tollen Ausblick auf die Lagune. Wir haben einen Bootstrip durch die Lagune gemacht und waren schwer beeindruckt. Die Lagune erstrahlt in 7 verschiedenen Blautönen, welche durch die unterschiedlichen Tiefen der darunter liegenden Cenoten entstehen. Die tiefste Cenote dort ist 90m tief! Die Farbe des Wassers am Canal los Piratas ist unfassbar türkis. Etwas vergleichbares habe ich bisher an noch keinem anderen Ort gesehen. Das Wasser sehr flach und der sich darunter befindende schlammartige Sand eignet sich super für einen Ganzkörper-Schlammmaske, welche sehr gesund sein soll, ob das stimmt sei mal dahin gestellt, Spaß gemacht hat es in jedem Fall. 

 

In dem kleinen Ort gibt es zahlreiche gemütliche Restaurants und Cafés und auch hier scheint die Zeit irgendwie still zu stehen. Nach zwei Tagen haben wir Bacalar verlassen und uns auf den Weg nach Mahahual gemacht...

Mahahual

Ist ein kleiner Fischerort direkt am Meer und dementsprechend liegt dort auch sehr der Geruch nach Salz , Fisch und Meer in der Luft. Unsere kleine Unterkunft direkt am Meer stellte Kanus und Fahrräder for free zur Verfügung, sadaß wir unsere erste Kanutour raus aufs Meer machten.

 

Noah, unser kleiner Sammler und Jäger ist stetig auf der Suche nach schönen Steinen und Muscheln und anderen Dingen aus der Natur, wie Federn und Stöckern.Ich glaube insgesamt haben wir inzwischen an die 4-5 kg Muscheln und Steine aus allen Herren Ländern gesammelt und diese teilweise dem Papa immer schon mal mit nach Deutschland gegeben.

 

In Mahahual sind die großen Muscheln, dessen Name mir gerade nicht einfällt sehr präsent und werden dort auch überall verkauft. Es sind die selben Muscheln, welche auf Hawaii und in Mexiko von den Kapitänen der Boote benutzt werden um den Start des Bootes mit einem lauten dumpfen langen Sound durch die Muschel bekanntzugeben (dafür wird an einer bestimmten Stelle der Muschel ein Loch gemacht und diese dann ähnlich wie eine  ein Horn benutzt).

 

Noah wünschte sich nichts mehr als solch eine riesige Muschel, die ich natürlich eigentlich nicht kaufen wollte weil wirklich einfach zu groß und zu schwer, insbesondere wegen unserer eh nach wie vor grenzwertigen Gepäcksituation mit prall gefüllten Koffern und Rucksäcken.

 

Umso mehr freut er sich als er während des Kanutrips solch eine Muschel tatsächlich auf dem Meeresgrund beim Schnorcheln entdeckte. Die Kinder versuchten eifrig die Muschel vom Grund zu holen und nach einigen Versuchen gelang Ihnen tatsächlich dieses Vorhaben. Währenddessen war ich damit beschäftigt die Kanus in Stellung zu halten, was sich durch starke Strömung und Wellen echt schwierig gestaltete. Als die Kinder die Muschel an die Oberfläche brachten entdeckten wir das darin noch und doch Leben war und entschieden uns dann letzten Endes doch dafür die Muschel wieder zurück ins Meer zu geben. Stattdessen haben wir dann doch noch eine Muschel gekauft, weil ich einfach nicht nein sagen konnte und es Noah so wichtig war. Ich hoffe sehr das uns diese am Flughafen nicht weggenommen wird.

 

Außerdem erkundeten wir den kleinen Ort mit den Fahrrädern was wirklich viel Spaß gemacht hat bis Noah die Kette rausgesprungen ist.Am nächsten Tag machten wir uns auf den Rückweg in Richtung Cancun mit einem weiteren kleinen Zwischenstopp auf der Insel Cozumel.

Cozumel

Da mir Holbox und Isla Mujeres so gut gefallen haben, wollte ich unbedingt auch noch Cozumel sehen und erleben. Wir parkten unser Auto also in Playa del Carmen und nahmen die Fähre nach Cozumel.

 

Leider war das Wetter am nächsten tag sehr schlecht, sodaß keine Boote fuhren und wir nicht die eigentlich angestrebte Schnorcheltour machen konnten.

 

Zudem stellte ich fest das ich versehentlich eine Doppelbuchung für die kommende Nacht gemacht hatte und wir nun ein Zimmer auf Cozumel und eine Unterkunft in Cancun für ein und denselben Tag hatten.

 

Da wir in und mit Cozumel auch in Anbetracht des Wetters nicht so viel anfangen konnten, entschieden wir uns nach einem extrem guten und leider auch ziemlich teuren Restaurantbesuch vorzeitig den Rückweg anzutreten und machten und auf den Weg zurück nach Cancun.

Cancun

Das schlechte Wetter begleitete uns bis nach Cancun und begann dort auch zum ersten Mal nach unserem sechswöchigen Aufenthalt sich stark einzuregnen.

 

Trotzdem fuhren wir nochmal ein bißchen in die Stadt und an die Küste, chillten aber überwiegend und bereiteten uns auf unsere Weiterreise nach Costa Rica vor!

 

Cancun ist halt groß und war aus unserer Sicht nicht besonders schön, sodaß wir nicht das Gefühl hatten etwas zu verpassen.

Fazit Mexiko

Mexiko hat mir sehr gut gefallen, den Kids weniger gut als andere Ort, bis auf El Cuyo und Holbox, was für die Kinder auch Paradise war. Wichtig ist es mir hier nochmal zu schreiben, das wir uns in keiner Situation in Mexiko je unsicher gefühlt haben. Viele haben Zweifel und Bedenken insbesondere mit Kindern Mexiko zu bereisen, besonders mit dem Auto.

Dies ist aber problemlos möglich, die Straßen sind super, Verkehr war okay (wir sind nun natürlich auch schon einiges gewöhnt) und auch mit öffentlichen Bussen ist es ein leichtes verschiedene Orte zu erreichen.

 

Wir haben durchweg sehr positive Erfahrungen mit den Menschen dort gemacht, alle waren freundlich, offen und hilfsbereit , das Essen ist köstlich ( wobei sich Noah einmal den Magen verdorben hat und man mit Seafood vielleicht ein wenig vorsichtiger sein sollte).

 

Die Mexikanische Kultur ist sehr spannend und allgegenwärtig, ein toller bunter Mix aus Geschichte , Natur, wundervollen Stränden und Cenoten, so viele Dinge zu sehen, zu erleben, zu lernen und auszuprobieren. Besonders gefallen hat mir auch die Musik, die Streetart, die vielen bunten Häuser und Cafés und einfach der ganze Style!

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