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Alleinerziehend mit schulpflichtigen Kindern auf Weltreise

WE THREE

Neben all den schönen Bildern und Erlebnissen fragen sich viele wie es uns wirklich dabei geht. Es gibt zahlreiche Blogs zu Sehenswürdigkeiten und den schönsten Bildern aus allen Herrenländern mit unzähligen Tips. Auf unserem Blog gebe ich lediglich einen kleinen Einblick in unsere kleine Welt und unsere persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse, ähnlich wie in einem kleinen Reisetagebuch und speziell als alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern on Tour. Nach inzwischen einem Monat Afrika und zwei Wochen Asien ist es nun an der Zeit für ein erstes Resümee. .

 

 

Natürlich ist nicht immer alles nur easy, ganz im Gegenteil, ich denke wir alle drei sind schon jetzt jeder für sich und auch alle zusammen an unsere Grenzen gestoßen. Eine der größten Herausforderungen ist allein die neue Situation 24Stunden am Tag und das 7 Tage die Woche langfristig auf engstem Raum und unter unterschiedlichsten Rahmenbedingungen (ohne große Ausweichmöglichkeiten oder Freizeit) zusammen zu leben. Dies bedeutet zwangsläufig immer wieder Kompromisse zu finden, lernen Rücksicht zu nehmen und sich irgendwie bestmöglich miteinander zu arrangieren. Dies klappt mal mehr mal weniger gut:-)

 

STREIT 

 

Die Tatsache das meine beiden Kinder bereits in Hamburg und seid ich denken kann ein hohes Konfliktpotential untereinander mitbringen und Jolie sich nun im Teenageralter befindet, indem man sich bekanntlich von den Eltern und Geschwistern eher abzugrenzen versucht, macht es wirklich nicht gerade einfacher. Jedoch wusste ich dies von Anfang an und niemand hat gesagt oder gedacht das es einfach wird, selbst die Kinder nicht. Hinzukommen die unterschiedlichen Persönlichkeiten und Bedürfnisse der Kinder ansich. So bin ich immer wieder mit Situationen konfrontiert in denen ich mich wortwörtlich zwischen den Kindern hin und her gerissen fühle. Beide kämpfen stets um meine Aufmerksamkeit und konkurrieren und streiten leider um jeden Zentimeter von mir. Jede Kleinigkeit führt zu Diskussionen. Wer sitzt im Flugzeug oder beim Essen neben mir oder am Fenster, wer schläft in welchem Bett oder welchem Zimmer (wenn wir denn mal zwei Betten zur Verfügung haben), ansonsten wer hat mehr Decke, wer hat schon mehr Kekse gegessen, gehen wir jetzt shoppen oder wandern? Was Essen wir heute? Einer von beiden findet mich immer doof:-(Von der besten Mama der Welt zur schlechtesten der Welt entscheiden manchmal gefühlt nur Bruchteile von Sekunden...

 

LERNEN AUF REISEN

 

Auch das Lernen auf Reisen und der Umgang mit Medien wie iPad und Handy stellen nach wie vor eine Herausforderung für mich dar. Da wir in Afrika sehr viel unterwegs und nur selten länger als drei Nächte an einem Ort waren, war das Strukturieren des Alltags und das integrieren von Lernzeiten dort einfach noch nicht möglich. Es war schon eine Herausforderung die Zeit (und manchmal auch die Rahmenbedingungen wie schlicht einen Tisch zu haben) zu finden , um zumindest all die vielen tollen Erlebnisse für später im Tagebuch festzuhalten. Er war ein Leben aus dem Koffer und on the road. 3000km haben wir in Afrika hinter uns gelegt und sind von einem ins nächste Abenteuer geschlittert, haben so viel gesehen und erlebt. Nach dieser Zeit, welche wunderschön aber eben auch ziemlich anstrengend war, hatten wir Alle das Bedürfniss nach Ruhe und "Ankommen" und erstmal keine Lust mehr auf Sightseeing,Touren und Abenteuer. 

 

Inzwischen sind wir auf Bali und haben hier nun deutlich mehr Ruhe und Zeit um den Alltag besser strukturieren zu können. Ich habe nun begonnen mit den Kindern feste Lernzeiten zu integrieren . Eine Stunde Deutsch und eine Stunde Mathe, jeweils einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag. Auch das gestaltet sich alleine mit zwei Kindern schwierig. Noah arbeitet kaum selbstständig und somit muss ich immer neben ihm sitzen damit er überhaupt etwas tut und um Hilfestellung zu leisten. Das bedeutet das ich Jolie in dieser Zeit vernachlässigen muss und nach Noahs Lernzeit zusätzlich mit ihr Zeit aufwenden muss um Fehler zu berichtigen und Verständnislücken zu schließen. Mit dem 50% Diskutieren und Ablenkungsversuchen während  Noahs Lernzeit komme ich auf locker drei Stunden pro Sitzung und das übersteigt das Maß bei weitem. Zusätzlich bin ich danach ein nervliches Wrack! Mache ich dies zweimal am Tag bleibt nicht mehr viel Zeit übrig. Ich arbeite daran einen besseren Umgang mit dem Lernen, insbesondere mit Noah zu finden.

 

Zur Zeit gehen die Kinder hier auf Bali in eine internationale Schule um Englisch zu lernen und in Kontakt und Austausch mit anderen Kindern zu kommen. Trotz anfänglich wenig Bereitschaft sind nun beide gerade in der Bali Wood Schoolwelche mir heute die Zeit verschafft endlich einmal in Ruhe meine Blog Artikel zu aktualisieren. Ich bin dazu bisher nur des nächtens gekommen und war dann verständlicherweise am nächsten Tag todmüde . Also habt bitte Nachsicht mit mir, wenn es immer ein wenig dauert bis die einzelnen Berichte fertig werden und sich auch mal Fehler einschleichen, welche ich unter normalen Umständen zu vermeiden wüsste und könnte. Für mich ist diese Homepage auch noch lange nicht so wie ich sie gerne hätte, aber ein Anfang ist besser als Nichts und dieser Blog ein Projekt im Sinne eines Prozessen an dem ich immer gerne arbeite und welchen ich langfristig sicherlich verbessern und optimieren werde.

 

Nachtrag zur Lernsituation:

Inzwischen hat sich die Lernsituation mit den Kindern erfreulicherweise deutlich verbessert. Ich denke man braucht erstmal seine Zeit um gemeinsam den bestmöglichen Rhythmus und die bestmögliche Unsetzung herauszufinden und sich daran zu gewöhnen. Dies gelingt uns von Tag zu Tag besser und wir haben in letzter Zeit viel geschafft und haben auch immer mehr Freude daran! Wichtig waren dafür vorallem regelmäßige und feste Zeiten. Im Moment kommen uns auch die neuen Rahmenbedingungen in unserem tollen Haus in Canggu diesbezüglich sehr zu gute! Hier haben wir für die nächsten 3 Wochen genug Zeit und Raum und genießen die Entschleunigung der Reise und feste Strukturen, was uns allen wirklich gut tut. Ich hoffe das wir das Lernen in dieser Form auch in Zukunft und trotz wieder wechselnder Rahmenbedingungen so aufrecht erhalten können!

 

HEIMWEH

 

Zudem kam bei den Kindern langsam das erste Mal richtig Heimweh auf, die Schulzeit in der Heimat hatte wieder begonnen und auch innerlich kehrte das gewohnte Gefühl von "aus den Ferien wieder nach Hause zu kommen" ein.

Jolie stand der Weltreise von Anfang an kritisch gegenüber und wäre eigentlich sowieso lieber in Hamburg geblieben und mit ihrer Klasse, in welcher sie sich sehr wohl fühlt,  auf Klassenreise gefahren. Auch Noah vermisst seine Freunde und seinen Papa inzwischen sehr. Beide stehen nach wie vor in engem Kontakt zu Ihren Freunden und der Familie und telefonieren oft mit ihren Liebsten über FaceTime und WhatsApp. Die angesprochenen Medien wie iPad und Handy sind für mich ein Fluch und ein Segen. Es ist so wertvoll und schön darüber stetig mit anderen in Kontakt sein zu können und Erfahrungen und Erlebnisse teilen zu können. Auch ich freue mich immer sehr mich mit meinen Freunden und Familie von Zeit zu Zeit austauschen zu können. Dies ist sehr wichtig für uns Alle. Zudem hat man darüber optimale Recherchemöglichkeiten und moderne Optionen zum Online lernen wie Ebooks, Sofatutor und Co.

 

MEDIENKONSUM

 

Andererseits nutzen die Kinder die Medien auch um bei jeder Gelegenheit, in denen ich mich mal von ihnen abwende, aus meiner Sicht sinnlose Spiele und YouTube Kanäle zu verfolgen. Da ich kaum Zeit für mich habe ist dies manchmal der Preis, welchen ich für eine kurze Ruhepause zahle. Zudem kann ich mich selbst davon auch nicht freisprechen. Die Gefahr sich in sozialen Netzwerken zu verlieren anstatt im Hier und Jetzt vielleicht einfach mal die Stille oder die Zeit zu geniessen ist groß. Wollte ich doch eigentlich nur einmal schnell mein Handy checken, ein paar Emails lesen und kurz eine Story bei Instagram machen und schwups ...vergeht die Zeit viel schneller als gedacht und ich verliere mich in den Stories Anderer anstatt bei mir selbst zu bleiben. Deshalb habe ich mir vorgenommen in Zukunft feste Handy und Medienzeiten von einer Stunde am Vormittag und einer Stunde am Abend einzurichten. Da die Kids aber ebenso wie ich das Handy auch zum fotografieren nutzen, kann ich es ja nicht einfach wegschließen. Zum Glück haben die Kinder nur in unseren Unterkünften Wifi, was die Möglichkeiten begrenzt.


Nachtrag Medienkonsum: Auch hier hat durch feste Medienzeitenbeine ergebliche Verbesserung statgefunden:-) Wir nutzen Handy und Co nun alle deutlich kontrollierter und weniger zu speziellen Zeiten. Sollte es doch mal mehr sein verzichten wir an anderer Stelle und machen auch mal einen Tag Digital detox!



 

LANGSTRECKENFLÜGE UND GEPÄCK

 

Nachdem wir in den letzten Wochen so einige Flüge hinter uns gebracht haben und besonders unsere aktuelle Gepäcksituation ein großen Thema für uns ist, möchte ich Euch auch hierüber an dieser Stelle ein wenig berichten.

Also als erstes Schande über mein Haupt! Von minimalistisch kann bisher bei uns noch keine Rede sein. Das Projekt Minimalismus ist durchaus noch ausbaubar. Ich glaube wir haben einfach immer noch viel zu viele Klamotten dabei, obwohl es uns zu Beginn unserer Reise so wenig vorkam und wir echt Schwierigkeiten bei der Auswahl und dem Verzicht auf Einiges hatten. Zu meiner Verteidigung muss ich allerdings anmerken, dass ich 1.)Die gesamte medizinische Versorgung, sowie sämtliche Hygieneartikel und allgemein benötigte Dinge wie beispielsweise technische Ausstattung alleine trage (siehe Packliste Weltreise mit Kindern), welche gefühlt die hälfte meines 15kg Rucksackes beanspruchen.

 

MEDIKAMENTE UND KRANKHEIT

 

Zum Glück haben wir von den Medikamenten noch nicht viel benötigt, insbesondere das umfangreiche Verbandsmaterial! Ich stelle allerdings langsam zunehmend in Frage ob wir dieses wirklich zwingend die ganze Zeit mitschleppen sollten und habe mich inzwischen zumindest der schweren Kaltkompresse entledigt. Erste und einzige Krankheitssituation hatten wir inzwischen hier auf Bali. Noah hat sich eine schwere bakterielle Infektion zugezogen und wir mussten daher in Ubud alle drei eine Nacht im Krankenhaus verbringen, da er am Tropf lag und nichts mehr eigenständig zu sich nehmen konnte. In diesem Fall haben mir meine Medikamente leider auch nichts gebracht da er werder Tabletten noch Zäpfchen ( ich hatte extra beides mitgenommen) bei sich behalten konnte. Zum Glück ging es ihm (allerdings mit Hilfe von Antibiotika) schnell wieder besser! Ich denke das man eigentlich alle wichtigen Medikamente auch im Fall eines Falles vor Ort bekommen kann und ich nicht hätte alles mitschleppen müssen. Insbesondere in Asien findet man an jeder Ecke Apotheken und selbst in den 24 Stunden geöffneten Shops wie Seven Eleven und dergleichen gibt es die wichtigsten Medikamente. In Afrika wäre dies sicherlich eine andere Situation gewesen und somit war es trotzdem gut die wichtigsten Dinge griffbereit zu haben.

 

2.) War es in Afrika wirklich noch sehr kalt, wir haben besonders nachts oft gefroren und ich habe den afrikanischen Winter definitiv unterschätzt! Daher konnten wir unsere ganzen Sommersachen dort fast nie tragen und mussten uns zusätzlich noch wärmere und somit schwerer Klamotten anschaffen, welche den Umfang unserer eh schon prall gefüllten Rucksäcke deutlich gesprengt haben.

 

3.) Sind wir mit den Rucksäcken der Kinder als Handgepäck gereist. Ich dachte das sei möglich und sinnvoll (weil Hände frei und überhaupt) und spart natürlich auch enorme Kosten beim Reisen, da die Aufgabe von Gepäck oft mit unverhältnismäßig hohen Kosten verbunden ist und man sich zusätzlich die Warterei am Kofferband spart, aber weit gefehlt ...Unsere Reisesituation glich einer Katastrophe . Nicht bedacht hatte ich das es viele Bereiche am Flughafen gibt, in denen man wegen Visa und Passkontrollen sehr lange anstehen muss und in welchen keine Gepäckwagen erlaubt sind. Zudem sind auch die Rucksäcke der Kinder im Vergleich zu einem kleinen Handgepäckskoffer eher groß und sperrig und wir hatten auch alle noch zusätzlich ein weiteres Handgepäckstück, sowie Snacks etc. und waren beladen wie die letzen Zigeuner, alles baumelte an uns und die Situation an den Flughäfen wurde zu einer zunehmenden Belastung.

 

Daher habe ich nun auf Bali erstmal einen großen Koffer für uns angeschafft um das Gewicht der Rucksäcke der Kinder in den Koffer zu verlagern und werde nun meinen Rucksack, mit den nicht mehr benötigten warmen Anziehsachen aus Afrika, dem Vater der Kinder mitgeben, welcher die Kinder nächste Woche das erste mal auf Bali besuchen kommen wird.

Die Kinder freuen sich schon sehr darauf und auch ich bin froh endlich mal ein paar Tage Zeit ganz für mich alleine zu haben:-)

 

Alles in Allem war das Fliegen an sich mit den Kindern schon sehr anstrengend. Insbesondere die Langstreckenflüge, aber vorallem die Gepäcksituation hat dazu beigetragen. Hingegen meiner Erwartungen fanden wir alle drei den Langstreckenflug über Nacht von Hamburg nach Windhoek anstrengender, als den Langstreckenflug tagsüber von Capetown nach Singapore. Die anderen Flüge waren okay, aber auch nervig mit Zwischenstopp in Johannesburg beispielsweise, endlos großen Flughäfen, wechselnden Gate-Nummern und anderen Herausforderungen. Dagegen war das viele Autofahren in Namibia viel weniger anstrengend als erwartet. (Siehe Roadtrip Namibia)

 

Das schlimmste an sich, wenn man so häufig die Unterkünfte wechselt ( auch ohne Fliegen!), ist das ständige Aus-und Einpacken, auch wenn wir inzwischen richtige Packprofis sind. Insbesonde bei (zu vollen) Rucksäcken muss man smart und penibel packen sonst bekommt man plötzlich nur noch die Hälfte hinein. Ich finde das sehr viel anstrengender als mit einem Koffer, der zudem noch herrliche Rollen hat. Trotzdem ist die Situation natürlich auch selbst verschuldet und ich hoffe wir lernen weiter dazu und können bestimmte Dinge in Zukunft besser handhaben.

 


Wie eingangs erwähnt sind wir Alle wie Jolie sagen würde "hart an unsere Grenzen gestoßen", von Ängsten überwinden, bis Jetlag und das arrangieren auf engstem Raum, 24/7 und durch das Anpassen an immer wieder neue und andersartige Rahmenbedingungen wurde es uns nicht langweilig und wir üben uns in dem Ausweiten unserer Komfortzonen. Bei all den Herausforderungen haben wir aber auch in vielerlei Hinsicht schon einen besseren Umgang gefunden und viel gelernt.

Jolie hat mir übrigens versprochen hierzu auch noch einen eigenen Blogartikel aus Ihrer Sicht zu verfassen. Wir dürfen also gespannt sein.

 

KINDERFREI

 

Nach den letzten Wochen freue ich mich nun erstmal auf 10 Tage kinderfreie Zeit, in der ich noch nichts geplant habe...

Allerdings bin ich auch etwas zwiegespalten, da ich einerseits froh bin endlich mal Zeit für mich selbst zu haben und andererseits dies auch ein großer Kontrast für mich sein wird nachdem ich nun so lange Zeit die Kinder täglich immer um mich herum hatte. Ich habe während der Reise festgestellt das die Kinder mir mit Ihrer Anwesenheit immer ein Gefühl von Zuhause geben, ganz egal wo und unter welchen Umständen wir uns gerade befinden. Selbst in dem häßlichen, engen Krankenhauszimmer , welches wir gegen ein ausnahmsweise ganz tolles gebuchtes Luxuszimmer eintauschen mussten, habe ich mich wohl gefühlt. "Home is where the heart is" und in diesem Sinne werde ich die Kinder sicherlich vermissen, ganz egal wie anstrengend und nervig es auch so manches mal mit Ihnen ist!

 

ALLEINERZIEHEND REISEN

 

Zudem bleibt abschliessend festzuhalten das viele der hier angesprochenen Herausforderungen sicherlich deutlich einfacher mit einem Partner an der Seite wären, man könnte sich aufteilen und sich gegenseitig auch mal Freiräume schaffen, insbesondere bei zwei Kindern fällt dieses doch ins Gewicht. Allein die Situation mit dem Lernen.

Jedoch kenne ich diese und ähnliche Herausforderungen auch aus Deutschland und nur weil es schwierig ist heisst dies nicht das es nicht machbar ist. Manchmal fehlt es mir sehr mich mit einem Partner auf Augenhöhe austauschen zu können, wundervolle Ereignisse zu teilen und Entscheidungen gemeinsam zu treffen und die ganze Verantwortung lastet aus mir alleine. Dennoch würde ich es immer wieder genauso machen, weil meine Kinder und die Erlebnisse es einfach aufwiegen und diese besondere Zeit unvergesslich und unbezahlbar ist.

 

Ich finde man sollte sich, übrigens in jeder Hinsicht, im Leben nicht selbst einschränken nur weil man gerade alleine ist oder nicht den richtigen Partner an der Seite hat. Das Leben ist zu schön und man sollte jeden Tag das Beste daraus machen und sein Leben leben und genießen ohne auf passendere Umstände zu warten. Man weiss nie was morgen ist..und diese intensive und besondere Zeit mit meinen Kindern zu verbringen und zu erleben ist etwas ganz Besonders, wofür ich jeden Tag sehr sehr dankbar bin.

 

LANGZEITREISEN AN SICH

 

Hätte ich keine Kinder könnte ich ewig so durch die Welt reisen und diese als mein Zuhause sehen. Ich denke für Kinder ist das anders. Sie geniessen das sicherlich eine gewisse Zeit, jedoch ist es für Kinder aus meiner Sicht auch wichtig ein verlässliches, beständiges Umfeld für ihre Sozialisation zu haben. Die Schulzeit und die dazu gehörige Bildung möchte ich Ihnen nicht nehmen. So sollen sie selbst später die Möglichkeit haben zu wählen, welche Art von Leben Sie einmal führen möchten.

 

Ich für meinen Teil habe meine Wahl bereits getroffen und möchte langfristig nicht in Deutschland bleiben. Sonne und Natur um mich herum zu haben sind für mich ein großes Stück Lebensqualität, um nicht zu sagen die Basis für ein glückliches Leben. Klar vermisse ich meine Freunde, jedoch nicht Deutschland oder mein Haus und die gewohnten Umstände.

 

Ich glaube ich habe inzwischen wirklich gelernt loszulassen. Ich habe es geschafft mich von äußeren Rahmenbedingungen weitestgehend frei zu machen und gelernt meine Gedanken und Gefühle auch in Ausnahmesituationen besser zu kontrollieren. Ich nehme Herausforderungen offen an anstatt davor davon zu laufen, weil ich gelernt habe daran zu wachsen und weil ich nun weiß, daß oftmals gerade die Dinge, welche einem erstmal Angst machen, das größte Potential zur persönlichen Weiterentwicklung in sich tragen. Dies hat dazu geführt das ich mich besser und stärker in meinem Leben fühle als jemals zuvor. Und diese Reise mit all Ihren Hochs und Tiefs ist mein absolutes Highlight und Geschenk nach vielen dunklen Zeiten und Schicksalsschlägen . Es ist DIE Zeit meines Lebens und das größte Geschenk was ich mir selbst hätte je machen können. Ich bin selbst sehr gespannt wohin uns diese Reise noch führen wird...sowohl im Innen als auch im Außen!

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