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Indien

Im Januar 2018 machte ich mich alleine, ohne meine Kids und mit meinem neuen Rucksack auf den Weg nach Indien um meinen ersten Backpacker-Trip zu wagen und meine ersten Erfahrungen auch im Hinblick auf die Weltreise zu sammeln. Ich hatte das Glück zufällig ein paar Monate zuvor Freundschaft mit einem Halbinder aus Hamburg zu schließen, der mir viel über seine Reisen in Asien im allgemeinen erzählte und besonders von Goa schwärmte. So kam es dazu, dass wir uns kurzerhand dazu entschlossen uns in Goa zu treffen, da er schon einige Tage vorher in Indien unterwegs war. 

 

Gesagt getan, allerdings irgendwie anders als erwartet und geplant... Einge Zeit vor unserem Aufbruch nach Indien musste ein gewisser Maurice ja unbedingt noch Snowboarden gehen und was soll ich sagen...eine Woche vor Abflug erhielt ich eine Foto von ihm mit zwei!!! eingegipsten und gebrochenen Armen und dachte das kann nur ein schlechter Scherz sein...für die Veröffentlichung jener Bilder muss ich mir wohl erstmal eine Erlaubnis einholen;-)

 

Leider war es kein Spaß sondern ziemlich ernst und ich stellte mich innerlich schon darauf ein wohl alleine in Indien klarkommen zu müssen. Für Maurice keine Option! Selten einen so positiven Menschen erlebt , dem es gelingt aus jeder Situation das Beste zu machen. Und ich denke das ist uns definitiv auch echt gut gelungen. Bester Beweis das man auch eine schöne Zeit haben kann, wenn das Leben einem einen Strich durch die Rechnung machen will. Es liegt immer an uns selbst, was wir letzten Endes daraus machen, wie wir damit umgehen und welche innere Einstellung wir haben. Maurice war mega tapfer und positiv und unfreiwilliger Maßen war er natürlich überall DER Hingucker und jeder wollte die Story wie er mit zwei Krokodilen gleichzeitig gekämpft hat natürlich hören;-)Respekt und großes Dankeschön für Alles an dieser Stelle an Maurice, welcher übrigens jedes Jahr in Indien und Thailand unterwegs ist um die schönsten Buddhas , Klangschalen und Co für seinen Onlineshop Asianspirit und seine Märkte zusammen zu tragen. Es lohnt sich auf jeden Fall mal einen Blick zu riskieren!

 

Ich bin wahnsinnig dankbar für die tolle Zeit in Goa und habe so viel auch im Hinblick auf das Reisen an sich von Maurice gelernt. Angefangen von meinem NATÜRLICH zu vollem Rucksack, den Dingen, die ich alle NICHT brauchte und den Dingen, die mir noch fehlten. Ziemlich am Anfang wurde mir mein Kulturbeutel mit den wenigen Sachen die ich so dachte zu benötigen auch noch gestohlen, sodaß ich dann wirklich nur noch eine Zahnbürste und Kokosöl hatte, damit bin ich aber eigentlich super ausgekommen. In Goa bin ich auch das erste Mal selbst Roller gefahren anstatt nur hinten drauf zu sitzen (Maurice konnte ja nicht grr) und hatte am Anfang echt Schiss, auch wegen des Verkehrs. Später hat es richtig Spaß gemacht und ich hoffe auch mit den Kids in Asien mal Roller zu fahren. Bezüglich des Verkehrs finde ich es erstaunlich wie anders und trotzdem gut dies dort funktioniert.Trotz wenig bis gar keiner Reglungen und zwischen lebensfroh und munter hupender Fahrzeuge aller Art, oder vielleicht sogar gerade wegen, keiner Ampeln und Richtlinien, zahlreicher Kühe, Affen und Straßenhunden welche die bunten Straßen mit einem teilen, achtet man hier doch besser aufeinander als in Deutschland! Wir haben eine ganze Weile im Süden am wunderschönen Palolembeach in unterschiedlichen Unterkünften verbracht und haben die wunderschöne Natur dort und die kleinen Freuden des Lebens sehr genossen und sind dann nochmal in den Norden gereist, von dem wir aber im vergleich zum Süden eher enttäuscht waren. Dafür durfte ich zu meiner Freude und zu Maurice Leid nochmal den Hippie-Nightmarket in Anjuna mitnehmen. Auch sonst hab ich mich ausgetobt so viel ich konnte und viel neues ausprobiert.

 

Das Essen war überall extrem lecker und günstig und wir hatten beide zum Glück keinerlei Schwierigkeiten diesbezüglich. Im Vorfeld wurde ich von Vielen mit erhobenem Zeigefinger davon gewarnt überhaupt Fleisch zu essen! Wir waren oft in kleinen Seitenstrassen in den Läden der Locals und haben dort definitiv das beste Essen und die größten Portionen für das kleinste Geld genossen. Allerdings ging es tatsächlich nicht Allen so....einem Pärchen aus der Schweiz , welche wir dort kennenlernten, ging es beispielsweise nach einem gemeinsamen Austernessen am Strand garnicht gut. Vielleicht hatten wir einfach Glück! Wir haben uns zum krönendem Abschluss in Goa noch einen fetten Lobster gegönnt und sind dann weiter nach Delhi gereist um Maurice´s Familie dort zu besuchen.

 

Dies war ein sehr authentischer Einblick in deren tägliches Familienleben  und ich wurde mehr als herzlich und mit offenen Armen und größter Gastfreundschaft dort begrüsst und aufgenommen. Das selbstgekochte Essen von Maurice Familie hat nochmal Alles getopt und wir haben oft so viel gegessen das wir uns kaum noch bewegen konnten. Fataler Fehler den Teller ganz aufzuessen, so habe ich gelernt, denn man kann kaum so schnell gucken und hat den Teller wieder komplett voll;-)

Leider hatten wir nur zwei oder drei Nächte in Delhi, sodass die Zeit sehr begrenzt war, jedoch haben mir Maurice und seine Familie so viel wie möglich gezeigt und ich habe sehr beeindruckende Einblicke erhalten. Von India Gate bis Lotus Tempel und Botanischer Garten habe ich schon einiges zu sehen bekommen und viele neue Eindrücke sammeln können.

 

Am letzten Abend besuchten wir den wunderschönen Akshardam Tempel, dessen detaillierte Schönheit sich nicht in Worte fassen lässt. Man durfte dort auch keine Handys oder Kameras benutzen, so habe ich leider keine Fotos und kann nur jedem empfehlen bei einem Aufenthalt in Delhi diesen wunderschönen Tempel zu besuchen und in den eigenen Erinnerungen festzuhalten, welches ohne nervige Handys auch viel schöner und intensiver war. Wir haben dort eine außergewöhnliche und wunderschöne Lichter und Wassershow gesehen, welche alle anderen diesbezüglichen Erlebnisse mehr als übertroffen hat. Auf jeden Fall Indiens größtes Highlight (im wahrsten Sinne des Wortes) für mich!


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